VEUS e.V.

Vereinigung Europäischer Schifffahrtsjournalisten

Der gefrorene Ozean

Mit FS POLARSTERN auf Winterexpedition in die Antarktis

lemke  von neuhoff polarstern

Im Winter ist das Sudpolarmeer fast vollständig von Eis bedeckt. Kein Schiff wagt sich dann in diese Gegend. FS POLARSTERN, dem Forschungseisbrecher des Alfred-Wegener- Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, gelang die Überwinterung in der Antarktis: Heftige Schneesturme, tagelanges Driften mit den Eisschollen, die Dunkelheit der Polarnacht und Temperaturen von bis zu -30° C. Das Buch nimmt die Leser mit auf eine atemberaubende Expedition, zeigt die Schönheit des gefrorenen Ozeans und gibt einen tiefen Einblick in die Polarforschung und den Schiffsalltag.
Für ihre Winterexpedition wählten die Forscher eine Route, die sie zuletzt vor 21 Jahren gemeistert hatten: Von Kapstadt Richtung Süden zur Antarktis und von dort nach Nordwesten zur Spitze der Antarktischen Halbinsel. Dank Kapitän Uwe Pahl und seiner Crew von der Reederei F. Laeisz kam das internationale Expeditionsteam sicher durch das Eismeer und erreichte nach über neun Wochen den Zielhafen Punta Arenas.
Die Faszination und Kraft des gefrorenen Ozeans haben die Forscher in beeindrucken- den Fotos festgehalten. Zusammen mit den fesselnden Texten über die Expedition und ihre wissenschaftlichen Ziele machen sie das Buch nicht nur zu einem spannenden, sondern auch zu einem visuellen Erlebnis.

Zu den Autoren
Peter Lemke ist als Professor fur Physik von Atmosphare und Ozean und Leiter des Fachbereichs Klimawissenschaften am Alfred-Wegener-Institut sowie Autor des IPCC- Berichtes seit Jahren in der Klimaforschung aktiv. Im Mai 2013 wurde er in den »Wis- senschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveranderungen« berufen. Acht Polarstern-Expeditionen haben ihn bisher in die Arktis und Antarktis gefuhrt. An- fang Dezember wird er erneut zu einer Expedition in die Antarktis starten und dort auch uber Weihnachten und Sylvester im Eis arbeiten. Stephanie von Neuhoff arbeitete als Redakteurin und Ressortleiterin fur verschiedene Tageszeitungen. Seit uber zwolf Jah¬ren ist sie als freie Autorin tatig, iiberwiegend im Bereich der Meeres- und Polarfor¬schung. Die Winterexpedition mit der POLARSTERN war ihre erste Forschungsreise in die Antarktis.

Peter Lemke, Stephanie von Neuhoff

Der gefrorene Ozean
Mit FS POLARSTERN auf Winterexpedition in die Antarktis
240 Seiten; 26 x 24 cm
zahlr. Farb-Abb.; geb. mit Schutzumschlag
EUR (D) 29,95; EUR (A) 30,80; Sfr* 41,90
ISBN 978-3-7822-1210-6
Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg

Seeunfälle und Schiffssicherheit in der Ostsee

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Der 1942 in Tessin bei Rostock geborene Autor des vorliegenden Buches Hans-Hermann Diestel begann bereits mit 15 Jahren seine seemännische Ausbildung bei der damaligen Deutschen Seereederei Rostock. Nach dem Studium zum nautischen Schiffsoffizier wurde er bereits 28-jährig mit der Führung eines Schiffes beauftragt.
Schon frühzeitig interessierte er sich für Seeunfalluntersuchungen. Seit 1978 veröffentlichte er Beiträge zur Schiffsicherheit in deutschen und britischen Fachzeitschriften. Bald veröffentlichte er sein erstes Buch: „Schiffe im Sturm".
Sein Wissen zu Fragen der Schiffsicherheit machte ihn fortan zu einem anerkannten Experten.
In seinem Buch „Seeunfälle und Schiffssicherheit in der Ostsee" zeigt er die seemännische Herausforderung dieses Meeres und entwickelt auf Basis unaufgeregt schonungsloser Unfallanalysen praktische Handlungsempfehlungen. Spektakuläre Schiffsverluste wie der Untergang der ESTONIA und auch Reizthemen wie die Diskussion um eine Lotsenpflicht in der Kadetrinne erhalten dabei gebührenden Raum, ohne andere wichtige Aspekte an den Rand zu drängen.
Der Autor vergleicht navigatorische Herausforderungen dieses Seegebietes mit denen der Nordsee, berichtet von den dramatischsten Seeunfällen seit 1566 und bewertet mit dem in Jahrzehnten geschärften Blick eines Kapitäns Fragen der Lotsenpflicht, der Aus- und Weiterbildung des Brückenpersonals und der Aufgaben der Verkehrsleitzentralen. Im Zuge seiner Recherchen hat er Interviews mit Fachleuten aus den genannten Bereichen sowie mit dem Kapitän eines Notschleppers geführt, Forderungen von Umwelt- und anderen Organisationen ausgewertet und nicht zuletzt den allgegenwärtigen Druck zur Gewinnmaximierung im Fracht- und Personenverkehr kritisch hinterfragt.
Ein Buch, welches nicht nur eine Pflichtlektüre für den seemännischen Nachwuchs, sondern auch eine Bettlektüre für jeden Nautiker / Schiffsoffizier sein sollte.

Autor: Hans-Hermann Diestel: Seeunfälle und Schiffssicherheit in der Ostsee,
208 Seiten, Hinstorff-Verlag GmbH, Rostock; ISBN-13: 978-3356015164; gebundene Ausgabe; 24,99 EUR

Von Wächtern und Nutzern - Spezialschiffe in der Nordsee

           6. Nutzer und Wächter

Viel ist über die Nordsee und ihr UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer geschrieben worden. Unzählige Bücher und Veröffentlichungen beschreiben die See und ihr Küstengebiet – von Menschen die hier leben und arbeiten: Auf den Halligen, die schon mal „landunter" sein können wenn der „Blanke Hans" zu wüten beginnt; auf den vielen Inseln die Sommer wie Winter lohnenswerte Urlaubs- und Ausflugsziele sind.

Gilt die Nordsee, einem Meer das für seine wechselnden Wetterlagen und gefährlichen Seegänge berüchtigt ist, doch als eine der am meisten befahrenen Schifffahrtsregion der Welt – mit täglich einigen hundert Schiffsbewegungen. Seit den späten 1960er Jahren gilt in der Nordsee ein System der Zwangswege: um den Schiffsverkehr möglichst reibungslos und unfallfrei zu gestalten, werden sowohl spezielle Tiefwasserwege ausgewiesen als auch sich behindernder Schiffsverkehr systematisch getrennt. Die wichtigsten Tiefwasserwege laufen von der Straße von Dover in die Deutsche Bucht, große Häfen haben jeweils eigene Zugangswege, die im Bedarfsfall mit Ausbaggerungen bei einer konstanten Wassertiefe gehalten werden.
Mit dem Bildband werden erstmalig ausgesuchte Spezialschiffe in beeindruckender Weise vorgestellt, so wie man sie noch nie gesehen hat. Der Bildband ist eine Hommage an die Schiffe und Menschen die sie bedienen. Es werden Schiffe unterschiedlicher Art und Größe vorgestellt – vom ersten Inselversorger mit Blauem Engel und dem Mehrzweck-Tonnenleger, der für die Sicherheit der Schiffsrouten verantwortlich ist, vom Zollkreuzer und den Lotsenstationsschiffen mit ihren Versetztendern, vom Kabelleger und seinem Spezialschlepper, von den Kontrollschiffen im Bereich der Windparks und ihrem Installationsschiff für die Errichtung von Offshore-Windkraftanlagen und dem dazugehörigen Versorgungsschiff in Katamaran-Bauweise, vom Peilschiff welches weiß wie tief die Elbmündung ist und den vielen unverzichtbaren freiwilligen Seenotrettern an der Küste und nicht zu vergessen dem „Schutzengel" in der Nordsee: der Notschlepper NORDIC, sowie die besonderen Doppelend-Inselfähren im nordfriesischen Wattenmeer. Jedes Schiff hat eine faszinierende Geschichte zu erzählen.
Auf rund 145 Seiten werden die Wasserfahrzeuge und ihre Aufgaben, sowie ihre Menschen, die sie betreuen und bedienen gezeigt. Illustriert ist das Buch mit umfangreichem Bildmaterial welches der Autor auf seinen vielen Schiffsbesuchen selbst erstellt hat und Zeichnungen sowie einem Glossar zu schiffstechnischen Begriffen.
Der Autor – selbst ehemaliger Schiffsingenieur und einer der wenigen befahrenen aktiven Schifffahrtsjournalisten – ist immer wieder aufs Neue von diesen Spezialschiffen in kleinen wie auch großen Abmessungen fasziniert.

Autor Peter Pospiech: Von Wächtern und Nutzern - Spezialschiffe in der Nordsee; 144 Seiten,
Mit 142 farbigen Abbildungen; Verlag Edition-Falkenberg, www.edition-falkenberg.de ; ISBN 978-3-95494-047-9; 29,90 EUR;

       

Schiffspropeller im Wandel der Zeiten

Es gibt viele gute Bücher und Publikationen zur Schifffahrtsgeschichte, über die Schiffe berühmter Reedereien, über die Kriegsflotten wie auch zur Technikgeschichte des deutschen Schiffbaus und über Schiffsantriebe. In einigen dieser Veröffentlichungen wird auch die Geschichte der Schiffspropeller teilweise behandelt und sie ist in Fachkreisen weitestgehend bekannt.

Ein Buch nur über Schiffspropeller mit einem reichhaltigen Informations- und Bildmaterial zur Geschichte der Propeller und zu ausgeführten Propellern für viele Schiffstypen und Klassen von den Anfängen bis heute wurde bislang jedoch nicht veröffentlicht.
Rund 5000 Jahre nutzten Menschen die Wind- und Muskelkraft für Fahrten mit ihren Schiffen, erst die Erfindung der Dampfmaschine versetzte Erfinder und Konstrukteure in die Lage, maschinengetriebene Vortriebsmittel für See- und Binnenschiffe zu entwickeln und schrittweise einzuführen.
In einer repräsentativen Auswahl stellt dieser Band die spannende Geschichte des Schiffsantriebes dar. Reichhaltige Informationen und seltenes Bildmaterial zur Geschichte der Propeller machen dieses Buch zu einer Fundgrube für technisch Interessierte, Shiplover wie Modellbauer – und natürlich auch Fachleute!

Hans Mehl; Hans-Joachim Mehl (Hg.): Schiffspropeller im Wandel der Zeiten
152 Seiten, 231 Abbildungen; Verlag Edition-Falkenberg, www.edition-falkenberg.de; ISBN 978-3-95494-051-6; 39,90 EUR

     5. Schiffspropeller

WELTREISE heiß – kalt: Zwischen Nordpol und Antarktis

Als Reise- und Schifffahrtsjournalist war Dr. Peer Schmidt-Walther zwischen Arktis und Antarktis unterwegs. Dabei hatte er sich die Frage gestellt: Wie lassen sich bestimmte Highlights während einer Reise um die Welt verbinden – mit seinen bevorzugten Verkehrsmitteln Frachter, Kreuzfahrtschiff, Eisenbahn und Flugzeug.

Wobei es nicht um Extremtouren geht, die kaum jemand nachvollziehen kann, sondern um relativ normales und ganz individuelles Reisen. Und zwar zu Zielen, die vielen Menschen vorschweben, von denen sie nur wenige oder gar keine konkreten Vorstellungen haben.
Runde vier Monate dauert es. Dazu sammelte der Autor Erfahrungen und Informationen. Jeder potenzielle Interessent kann damit so planen, wie er möchte. Wobei natürlich auch Einzelstrecken ausgewählt werden können, die von Interesse sind.
Er machte es so wie hier beschrieben, kann sich aber auch problemlos vorstellen, anderswo zu starten und zu landen. Dabei spielen viele Gesichtspunkte eine Rolle wie Zeiten, Preise, Zwischenaufenthalte usw.
Peer Schmidt-Walther geht es darum, Anregungen zu einer Weltumrundung mit vielen Wunschzielen und –reiseformen zu geben, die sehr kontrast- und erlebnisstark sind. So etwas weicht natürlich von einer pauschalen Gruppenreise erheblich ab. Individuell gibt es zwar weniger Sicherheiten, aber wer mit einem gleichgesinnten Partner reist, ist allemal besser dran. Auch um sich auszutauschen und gegenseitig zu beschützen.
Angst, mit zu viel Gepäck reisen zu müssen, braucht man auch nicht zu haben. Mit rund 20 Kilo im Rucksack kam der Autor aus, immer eingedenk der verschiedenen Klima- und Temperaturzonen, die er durchfuhr. Das Zwiebelschalen-Prinzip spielte dabei die größte Rolle und zwischendurch auch mal eine Waschmaschine. So kommt (fast) jeder – auch mit einem Schuss Abenteuer - gut über die Runde um den Globus.
Die Reportagen sollen dazu ermutigen, den ganz persönlichen Weltreise-Traum vieler Menschen zu verwirklichen. Thomas Quatsling

Peer Schmidt-Walther: WELTREISE heiß – kalt, zwischen Nordpol und Antarktis; 160 Seiten, 24 Farb-, 34 Schwarz-Weiß-Abb.; Mohland Verlag, ISBN 978-3-86675-222-1; 15,80 Euro

       5. PSW - WELTREISE heiß-kalt Cover

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