VEUS e.V.

Vereinigung Europäischer Schifffahrtsjournalisten

Buch-Neuerscheinung: Leiser, tiefer, schneller - Innovationen im Deutschen U-Bootbau

    rohweder leiser tiefer schneller

Deutsche U-Boot-Technologien gehören heute zu den weltweit führenden. Zwar waren die Deutschen nicht die ersten, die in ihrer Marine U-Boote eingeführt haben, aber auf deutschen Werften sind sehr bald - und das bis heute - die technisch anspruchsvollsten Boote konstruiert und gebaut worden. Darunter gab und gibt es immer wieder wegweisende Innovationen.
Die vorliegende Dokumentation "Leiser, tiefer, schneller - Innovationen im Deutschen U-Boot-Bau" von Jürgen Rohweder und Peter Neumann widmet sich der Innovationskraft Deutschlands auf diesem Gebiet: Von der Vision des Unterseeboots, das lange als technisches Kuriosum belächelt wurde, zu den ersten Tauchbooten um die Jahrhundertwende, über den Baubeginn der ersten einsatzfähigen deutschen U-Boote bei der Krupp Germaniawerft bis zu den modernen Brennstoffzellen-U-Bootklassen HDW 212A und HDW 214 der ThyssenKrupp Marine Systems.
Aber auch die U-Boot-Technologien von morgen oder die bisher nur auf dem Papier bestehenden HDW Klassen 210mod und 216 finden sich in der außergewöhnlichen Zusammenstellung. Neben der Erläuterung unterschiedlicher Einsatzprofile aktueller Boote enthält das Werk auch eine Liste aller nach 1945 in Deutschland gebauten U-Boote.
Abgerundet wird die 172 Seiten umfassende Dokumentation von 130 Abbildungen - darunter zahlreiche, eindrucksvolle Fotografien. Ein neues Standardwerk, das sicherlich in keiner U-Boot-Buchsammlung fehlen sollte.
Das vorliegende Werk beschreibt relativ detailliert bisherige und mögliche zukünftige Techniken im Deutschen U-Bootbau. Allerdings wird der Leser auch hier feststellen, dass man sehr leicht den Eindruck gewinnen kann, dass die Deutschen hochmodernen U-Boote von Brennstoffzellen angetrieben werden – was nicht vollständig korrekt beschrieben wird! Diese U-Boote sind mit Hybridantrieb ausgerüstet worden: Über Wasser fahren sie dieselelektrisch, d.h. ein Dieselmotor treibt einen Generator an, der wiederum seine erzeugte elektrische Energie an den elektrischen Fahrmotor zum Antrieb des Propellers abgibt. Während der Tauchfahrt aber versorgt die Brennstoffzelle eine Batterieanlage mit elektrischem Strom. Und diese gespeicherte elektrische Energie wird dem Fahrmotor zugeführt.

PPM News Service Maritim

Leiser, tiefer, schneller
Innovationen im Deutschen U-Bootbau
172 Seiten • 26 x 24 cm • geb. mit Schutzumschlag
EUR (D) 24,95 • EUR (A) 25,60 • SFr* 34,90
ISBN 978-3-8132-0912-9
Verlag E.S. Mittler & Sohn, Hamburg
Ein Unternehmen der Tamm Media GmbH
* unverbindliche Preisempfehlung

Buch-Neuerscheinung: Krieg unter Wasser - Unterseebootflottille Flandern 1915-1918

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In der Literatur über den Zweiten Weltkrieg nimmt die Geschichte der deutschen U-Boote einen bedeutsamen Platz ein. Die Archive bieten einen reichen Fundus an Fakten zu diesem Thema. Die Fahrten der U-Boote sind mit Foto und Film gut dokumentiert. Noch gibt es lebende Zeugen, und viele Erlebnisse wurden (selbst während des Krieges) auf¬geschrieben. In verschiedenen Ländern und Museen sind intakte U-Boote ausgestellt, die immer noch scharenweise Besucher anziehen. Auch für die Filmindustrie hat es sich als ein reizvolles Thema erwiesen. Ohne jeden Zweifel übt das Leben der Mannschaften und ihrer Kapitäne bis heute eine große Faszination aus.
Nach dem Ersten Weltkrieg war davon überhaupt keine Rede. Die deutschen U-Boote, die in Flandern stationiert waren, wurden von den Alliierten als verräterische und unehrliche Waffe dargestellt - im Gegensatz zu den bri¬tischen U-Booten und U-Boot-Fallen, die tatsächlich als unschuldige Handelsschiffe getarnt wurden.
Ein Krieg hat immer zwei Seiten. In diesem Buch kommt die »andere« Seite zum Zug: die Geschichte der deutschen U-Boote und ihrer Besatzungen, eine Ge-schichte, die bis heute kaum je aus einem objektiven Blickwinkel erzählt worden ist. Hundert Jahre nach den Geschehnissen bietet diese Veröffentlichung einen vorur-teilsfreien Blick auf die deutsche Kriegsführung auf und unter dem Wasser.
Der Autor Tomas Termote, Unterwasserarchäologe und erfah¬rener Taucher, hat hier geschichtliche Forschungsarbeit mit jahrelangen Untersuchungen »vor Ort« kombiniert, obwohl dieser Ausdruck viel umfassender verstanden werden muss.

Ein sehr gut recherchiertes Buch dass jeden Uboot-Fahrer begeistern wird

Autor: Tomas Termote
Titel: Krieg unter Wasser
Untertitel: Unterseebootflottille Flandern 1915-1918
Lizenzausgabe erstmals in deutscher Übersetzung
Seitenzahl: 352 Seiten
Format: 19,5 x 25 cm
Abbildungen: zahlr. Abb.
Einband: Hardcover
Artikel-Nr.: 978-3-8132-0959-4
Verfügbarkeit: lieferbar

Buchempfehlung: Nord-Ostsee-Kanal

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Nord-Ostsee-Kanal
Von Brunsbüttel bis Kiel
Der Kanal verbindet von Brunsbüttel bis Kiel die Nord- mit der Ostsee und ist die weltweit am meisten befahrene künstliche Wasserstraße.
Der Nord-Ostsee-Kanal ist nicht nur in logistischer und wirtschaftlicher Hinsicht interessant - können Schiffe doch durch ihn ca. 800 Kilometer Fahrtstrecke über Dänemark einsparen -, auch touristisch gesehen ist der Nord-Ostsee-Kanal ein Anziehungspunkt. Am Kanal gibt es viele schöne Plätze, an denen man die Natur, das Wasser und die Schifffahrt beobachten und genießen kann.
Der Autor, Thomas Fröhling, gibt einen interessanten Überblick über die verschiedenen Facetten des Nord-Ostsee-Kanals. Nach einem historischen Abriss über den Bau und die Eröffnung im Jahr 1895 folgen technische Aspekte wie das Kanal-Leitsystem und die Kanallotsen sowie nennenswerte Brücken und Schleusen. Er beschreibt aber auch den hohen Freizeitwert des Nord-Ostsee-Kanals. Radfahren, ausgedehnte Spaziergänge, Campen oder einfach nur der Blick auf das Wasser machen den Nord-Ostsee-Kanal zu einem beliebten Ausflugsziel.
Eine Vielzahl an Fotos vermittelt beeindruckende Impressionen des vielseitigen Gewässers. So gelingt Fröhling die richtige Mischung aus Information und Bildanteil.
Ein gelungenes, handliches Buch über ein maritimes Wahrzeichen.
Der Autor:
Thomas Fröhling entstammt einer Seefahrerfamilie und ist mit der Nordsee fest verwachsen. Mit seiner ausgeprägten Affinität zu Meer und Hafen ist er seit Jahrzehnten als Journalist und Fotograf für maritime Themen tätig.
Thomas Fröhling Nord-Ostsee-Kanal
Von Brunsbüttel bis Kiel
2. überarbeitete Auflage
Erscheinungstermin Oktober 2015
104 Seiten ■ 24 x 17 cm
zahlr. Farb-Abb. ■ Broschur
EUR (D) 14,95 ■ EUR (A) 15,40 ■ Sfr* 20,90
ISBN 978-3-7822-1234-2, auch als ebook erhältlich: ISBN 978-3-7822-1187-1
Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg Ein Unternehmen der Tamm Media GmbH, unverbindliche Preisempfehlung

Buchempfehlung: Handbuch Schiffsbetriebstechnik

            Cover Handbuch Schiffsbetriebstechnik 

Betrieb – Überwachung – Instandhaltung
Herausgegeben von Hansheinrich Meier-Peter und Frank Bernhardt


Drei frühere Ausgaben des Standardwerkes der Schiffsbetriebstechnik „Schiffsmaschinenbetrieb“ (Verlag Technik Berlin), das „Handbuch der Schiffsbetriebstechnik“ (Verlag F.Vieweg & Sohn, Herausgeber Illies), sowie das „Handbuch Schiffsbetriebstechnik“ (Seehafen Verlag) 1. Auflage erschienen in 2006 sind nicht mehr auf dem letzten Stand der Technik.
Die 21 Autoren der in 2012 erschienen, komplett überarbeiteten 2. Neuauflage, haben aufgrund der positiven Aufnahme der 1. Buchauflage sich entschieden eine aktuelle Version zu erarbeiten. Das nun vorliegende Handbuch trägt den zahlreichen Neuerungen im Schiffsbetrieb Rechnung und sollte eigentlich das Bestehende auf den heutigen Stand bringen.
Das „Handbuch Schiffsbetriebstechnik“ wendet sich in erster Linie an die technischen Schiffsoffiziere an Bord und in den Reedereiinspektionen. Aber auch Studenten und Auszubildende an den Seefahrtschulen profitieren davon.
Das neue Standardwerk beschreibt auf breiter Basis bewährte technische Lösungen, zeigt aber vor allem die zahlreichen technischen Veränderungen auf, die sich in der Schifffahrt in der jüngsten Vergangenheit vollzogen haben und die sich ständig weiterentwickeln. Obwohl in 2012 erschienen, in einer Zeit in der verschärfte Abgasemissionsgesetzgebungen und damit verbunden die Frage nach alternativen Kraftstoffen in den Fokus rückte, fehlt eine detaillierte Information zu reinen „Lean-burn“-Gasmotoren (Otto-Gasmotoren), wie sie beispielsweise bei unseren nordischen Nachbarn seit Jahren zuverlässig ihren Dienst versehen, völlig. Sind doch diese Motoren, insbesondere des Herstellers RollsRoyce Bergen Engines, in Bezug auf Lastaufnahme / Lastschwankungen etc, in keiner Weise, im Vergleich zum Dieselmotor, im Nachteil!

Leider wird auch hier der Begriff des LNG als Kraftstoff irreführend wiedergegeben:
Entsprechend seiner Definition wird Kraftstoff als ein Stoff bezeichnet der zur direkten Verbrennung in einer Verbrennungskraftmaschine genutzt wird. Somit ist klar beschrieben, dass LNG nur eine Lagerungsform ist – also vor dem Eintritt in den Motor wieder in seinen gasförmigen Zustand gebracht werden muß.
Ebenso das wichtige Thema des LNG-Bunkerprozederes kommt zu kurz.
Auch das Thema Methanol bzw Ethan als Kraftstoff für Schiffsantriebsmotoren fehlt gänzlich. Insbesondere vor dem Hintergrund der Emissionsbeschränkungen sind das wesentliche Themen die in einem ”Handbuch” nicht fehlen sollten.
Vielleicht lässt die nächste zu überarbeitende Auflage nicht mehr so lange auf sich warten.

Ein Buch, welches nicht nur eine Pflichtlektüre für den seemännischen Nachwuchs, sondern auch eine Bettlektüre für jeden technischen und nautischen Schiffsoffizier sein sollte.

„Handbuch Schiffsbetriebstechnik“
2. komplett überarbeitete Auflage;
Erscheinungsjahr: 2012
Ausstattung: 1.144 Seiten, Hardcover
Format: 170 x 240mm
ISBN: 978-3-87743-829-9 – 118,00 EUR
Herausgegeben von Hansheinrich Meier-Peter und Frank Bernhardt
Erschienen im Seehafen-Verlag
www.dvvmedia.com

 

Buchempfehlung: Zwischen Apfelsinen, Motoren und Zement

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Ob Trampschifffahrt in der Karibik, Einsätze mit dem Bergungsschlepper im Atlantischen Ozean oder die Versorgung von Bohrinseln vor Saudi-Arabien und
Westafrika – Klaus Peter May war zwischen 1962 und 1974 auf ganz unterschiedlichen Schiffen der Hochseeschifffahrt tätig. Wer sein Buch liest wird in die vergangene, nicht wiederkehrende Epoche einer interessanten Seefahrtzeit zurückversetzt. Es waren die „goldenen Jahre“ der Seefahrt vor der Einführung der „Kistenbeförderer“ mit allem was dazugehörte: Lange Liegezeiten auf Reede und in den Häfen, harte und viel Arbeit bei Hitze und Kälte, wenig Schlaf aber überwiegend gute Kameradschaft an Bord.
May hat viel erlebt und stellt sich den Herausforderungen der Seefahrt in bester Abenteurer-Manier: Reparaturarbeiten während eines Orkans, Scharmützel mit nigerianischen Soldaten, raue Streiche und hemdsärmelige Problemlösungsstrategien. Dabei erklimmt er beharrlich die Karriereleiter und bringt es vom Reiniger im Maschinenraum zum privilegierten Status des Leitenden Maschinisten (ohne dabei die wilden Crew-Partys in den Kabinen und den Hafenkneipen an Land auszulassen).
Er weiß umfassend Bescheid über Schiffstechnik, logistische Abläufe und die Arbeitsvorgänge auf See und in den heimischen Reedereien.
Mays Erzählweise ist unterhaltsam und dabei stets mit einem Augenzwinkern. Er setzt sich aber auch kritisch mit dem damals vorherrschenden Weltbild auseinander, beschreibt Spuren des Kolonialismus und zeigt die Möglichkeiten auf, die das kosmopolitische Seefahrerleben bietet, die es aber heute, in der Welt der Containerschiffe, Tanker, Bulker sowie Spezialschiffe nicht mehr gibt.
Leider vermisse ich ein umfassendes Glossar zu den vielen, für den nicht bewanderten Leser, Begriffen die eben nur ein „Fachmann“ der Seefahrt, aus jener Zeit kennt. Trotz dieser, den Leser möglicherweise irritierenden Begriffe, ist das Sachbuch lesenswert und bietet reichlich Informationen aus einer vergangenen Zeit.

Autor: Klaus Peter May
Zwischen Apfelsinen, Motoren und Zement
160 Seiten, 156 Abb., 26 x 21 cm, Hardcover
ISBN 978-3-8378-4037-7
19,90 EUR. Erschienen im Verlag Edition Temmen, Bremen
www.edition-temmen.de

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