VEUS e.V.

Vereinigung Europäischer Schifffahrtsjournalisten

bremenports verkauft alte Hafenschlepper

vl nr Albartros Stör I und Hansa 15.08.2015 C. Eckardt

Die Schlepper Albatros, Stör und Hansa in Bremerhaven

Nach einer aktiven Zeit von über 40 bzw. 50 Jahren konnte die bremische Hafengesellschaft bremenports kürzlich ihre Schlepperoldtimer „Hansa“ und „Stör I“ an Interessenten weiterverkaufen. Bis zum letzten Jahr waren die „Hansa“ und die „Stör I“ noch im aktiven Dienst in den Bremischen Häfen und wurden erst nach Indienststellung des neuen, auf der niederländische Damen-Werft erbauten Arbeitsschiffes „Albatros“ im Bremerhavener Kaiserhafen aufgelegt.
Die 16,76 Meter lange und 5,94 Meter breite „Albatros“ vom Typ Stan Tug 1606 wurde im letzten Jahr im Rahmen eines Verjüngungsprogramms der Hafenarbeitsschiffe bei bremenports angeschafft, da die beiden schwimmenden Oldtimer „Hansa“ und „Stör I“ nicht mehr den Anforderungen entsprachen, die an einen modernen Hafenbetrieb gestellt werden. Die „Albatros“ kommt dabei als Multifunktionsfahrzeug neben der Unterstützung des antrieblosen Eimerkettenbaggers „Bremerhaven“ in den Hafenanlagen von Bremen und Bremerhaven aber auch für Unterhaltungsarbeiten an Kajen und Schleusen sowie in den Wintermonaten zum Eisbrechen zum Einsatz
Die 1961 auf der Max Sieghold Schiffswerft und Maschinenfabrik in Bremerhaven unter der Baunummer 117 erbaute „Hansa“ konnte bereits im Sommer an einen privaten Interessenten in Holland verkauft werden. Dort ist das Schiff unter dem bisherigen Namen noch im aktiven Dienst, zumindest wurde es kürzlich im Hafen von Delfzijl gesichtet. Die 21,68 Meter lange „Hansa“ ist mit einem 300 PS starken Deutz-Diesel ausgerüstet und die Pfahlzugleistung beträgt rund 4 Tonnen. Das Schwesterschiff der „Hansa“, die im Jahr 1960 als „Sirius“ von der Siegholdwerft abgeliefert wurde, verkehrt heute immer noch als Schlepper „Harle Tief“ für die Reederei Warrings Versorgungsschiffahrts GmbH meist an den Bunkerlöschbrücken in Wilhelmshaven.
Nur ein wenig jünger ist der Hafenschlepper „Stör I“ der im Jahr 1969 auf der damaligen Rheinwerft in Duisburg als „Argus“ für die Hamburger Schleppreederei Harms-Bergung erbaut wurde. Der Schlepper gehörte zu einer ganzen Serie von baugleichen Schleppern die seinerzeit am Rhein erbaut wurden. Die 20,82 Meter lange „Stör I“ mit einer Motorleistung von 556 kW konnte nun an den neuen Eigner, der 2013 gegründeten Shiptec Industrial & Shipyard Technologies GmbH, in Hamburg übergeben werden.
Wie Shiptec-Geschäftsführerin Susanne Wiechmann auf Anfrage mitteilte, wird der Schlepper derzeit auf der Elsflehter Werft überholt und dann dem GF vorgestellt. Nach der Abnahme und Umbenennung in „Wesertug“ ist dann ab dem Jahresende vornehmlich ein Einsatz mit dem patentierten Schlickpflug vorgesehen, der derzeit nur vom Schlepper „Wilgum“ genutzt werden kann. Dieser Pflug ist dabei zum Einebnen von Unterwasserunebenheiten und Bodenwellen geeignet. Hierzu erfolgen auf der Elsflether Werft noch notwendige Umbauten an dem Schlepper „Wesertug“.
Wie Wichmann weiter mitteilte, stellt der Schlepper eine wesentliche Bereicherung für das noch junge Unternehmen da, handelt es sich doch um den ersten Seeschlepper der Flotte. Die bisherigen drei, in Elsfleth an der Unterweser beheimateten Schlepper „Rysum“, „Huntetug“ und „Wilgum“, stammen vom bisherigen langjährigen Eigner, Kapitän Heinz Schumacher aus Elsfleth und sind nur als Binnenschlepper zugelassen. Alle drei Schlepper wurden bereits 1957 von der Jadewerft in Wilhelmshaven für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen für Einsätze in Emden und Bremerhaven erbaut. Shiptec setzt die Schlepper neben den üblichen Schleppeinsätzen und tiefgangsbedingt, auch in flachen Hafenbereichen und zum Eisbrechen im Bereich der Weser, des Mittellandkanals und der Hunte ein.

Ch. Eckardt VEUS e.V.

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