VEUS e.V.

Vereinigung Europäischer Schifffahrtsjournalisten

Bremerhavener Kaiserschleuse wieder für die Schifffahrt offen

Kaiserschleuse Ice Eagle 5 10.12.2015 C. Eckardt

Tanker „Ice Eagle“ passiert nach 14 Monaten als erstes Schiff das reparierte Hafenbauwerk
Die Bremerhavener Kaiserschleuse steht der Schifffahrt wieder zur Verfügung. Nach über 14 Monaten wurden die Reparaturarbeiten am Donnerstagnachmittag (10.12.2015) beendet. Als erstes Schiff passierte der unter Liberia-Flagge fahrende, 158 Meter lange Tanker „Ice Eagle“ von der Lloyd Werft kommend in Richtung See das wichtige Hafenbauwerk. Die Kaiserschleusw musste im Oktober 2014 gesperrt werden, nachdem Taucher der Hafengesellschaft bremenports eine starke Abnutzung der Unterwagenschienen und Schäden am Beton festgestellt hatten.
Acht Monate später, im Juni 2015, hatte sich am Binnenhaupt der Schleusenanlage ein ähnliches Schadensbild gezeigt. Am Binnenhaupt mussten daher zeitversetzt die gleichen Reparaturarbeiten vorgenommen werden wie am Außenhaupt. Der Beton wurde saniert, die Unterwagenschienen gegen neue ausgetauscht. Ein Unternehmen in Süddeutschland reparierte die jeweils 75 Tonnen schweren Unterwagen, auf denen das 56 Meter lange, 10 Meter breite und 22 Meter hohe Stahltor bewegt wird.
Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten begann am vergangen Montagmorgen (7. Dezember) der Rückbau der beiden rund 2.300 Tonnen schweren Schleusentore, die die Baugrube über Wochen gegen das Wasser von Hafen und Schleusenkammer abgeschirmt hatten und ein Schleusentor wurde am Binnenhaupt wieder eingebaut. Nach Ende der Arbeiten konnte somit die Schleuse am späten Donnerstagnachmittag für die Schifffahrt wieder freigegeben werden.
Da aufgrund des Ausfalls der Kaiserschleuse 14 Monate lang keine zweite Schleuse zur Verfügung stand, musste von bremenports ein längst überfälliger Torwechsel an der Nordschleuse verschoben werden. Dieser Torwechsel ist nun aber für die Zeit vom 14. Dezember, 21 Uhr, bis 18. Dezember, 6 Uhr, vorgesehen. Im Trockendock der Lloyd Werft wird dann das Schleusentor nicht nur gewartet, sondern auch mit einer etwa 1,20 Meter hohen Wand ausgerüstet, die den Hochwasserschutz im stadtbremischen Überseehafengebiet verbessern wird.

Quelle/Autor: C.Eckardt, VEUS

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Suchen

Veus-Shipping

Login

Partner