VEUS e.V.

Vereinigung Europäischer Schifffahrtsjournalisten

Stena Germanica

Hafen Kiel vergibt Umweltpreis für Stena Germanica
Seit dem 26. März 2015 verkehrt auf der Linie Kiel-Göteborg die erste mit dem umweltfreundlichen Kraftstoff Methanol betriebene Fähre der Welt. Die Reederei Stena Line positioniert sich damit als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit in der Seefahrt.
Stellvertretend für den Konzern nahm Niclas Märtenson, COO der Stena Line Group die Auszeichnung aus der maritimen Verbundwirtschaft entgegen. Dr. Dirk Claus, GF der Seehafen Kiel GmbH, übergab den 2005 erstmals verliehenen Preis mit den begleitenden Worten „die Reederei nehme einen positiven Einfluss auf die sensible Ostsee-Umwelt und beschreitet neue Wege in der maritimen Branche“!
Bereits seit über einem Jahrzehnt steht die Effektivierung nach Umweltgesichtspunkten bei Stena Line weit oben auf der Agenda. Ein eigenes Energiesparprogramm hat beispielsweise den Verbrauch der Fähren seit 2005 um jährlich etwa 2,5 Prozent gesenkt. Da eine neue EU-Richtlinie ab diesem Jahr deutlich niedrigere Schwefelemissionen vorschreibt, entschied sich das Unternehmen, den nächsten Schritt zu tun und die Antriebsmotoren der Fähre Stena Germanica auf den Kraftstoff Methanol umzurüsten.
Deutlich niedrigere Emissionen
Methanol ist ein biologisch abbaubarer und kosteneffektiver Treibstoff, bei dessen Einsatz die Schwefel- und Partikelemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen um bis zu 99 Prozent geringer ausfallen. Das umweltfreundlichste Methanol wird aus Biomasse hergestellt. Der größte Teil der Produktion stammt derzeit aber noch aus Kohle, Erdgas oder Kohlendioxid.
„Erste Versuche mit Methanol als Treibstoff haben wir bereits vor einigen Jahren auf unserer Frachtfähre Stena Scanrail begonnen. Die guten Erfahrungen aus diesem Testbetrieb haben uns dann dazu bewogen, auf der Stena Germanica ein Pilotprojekt in vollem Umfang zu starten. Dessen Ergebnisse werden natürlich entscheidend dafür sein, welchen Weg wir künftig bei der Umrüstung weiterer Schiffe einschlagen“, erklärt Jesper Waltersson, Informationschef bei Stena Line.
Der Umbau der Stena Germanica wurde in Zusammenarbeit mit dem Konzern Wärtislä in der Remontova-Werft in Polen durchgeführt und war für die Reederei eine Großinvestition. Die Gesamtkosten in Höhe von 22 Millionen Euro teilt sich Stena Line allerdings mit der EU, die im Rahmen des Projekts Motorways of the Sea den umweltfreundlichen

Stena Line

(week 39.)

Typ / Type: RoPax Fähre
Verdraengung / Displacement: 51.837 BRZ
Laenge / Length: 241,26 m
Breite / Width: 28,70 m
Tiefgang / Draught: max 6,30 m
Antrieb / Drive: 4 x Wärtsilä-Sulzer 8ZAL40S
Leistung/Drehzahl / Power/RPM: 4 x 6.000 kW
Propulsion / Propulsion: 2 x KaMeWa Festpropeller
Geschwindigkeit / Speed: 21 kn
Tankinhalt / Tank Capacity: 400 to Methanol
Klassifikation / Classification: Lloyds Register of Shipping
Passagiere / Passengers: 1.300
Autos / Cars: 300 pKW
Karoline-1

The world’s first electric commercial fishing vessel is ready for commissioning in Norway.
A Corvus lithium polymer Energy Storage System (ESS) with 30 batteries has been integrated with a Siemens propulsion system to power the 11 meter vessel built by Selfa Arctic AS in Norway.
The new vessel has a built-in 195kW battery pack and an electric propulsion motor, This enables a 100% emission free fishing operation. While docked, the vessel will be charged through a 63 Amps 220 V system, taking approximately six to eight hours to charge.
The new vessel will perform fishing operations without emitting any CO2 and also will run producing less noise and vibration than a traditional fishing vessel.
The “Karoline” will be powered by a Corvus lithium polymer Energy Storage System (ESS) integrated with a Siemens propulsion system. The 11 meter fishing vessel will have a 195 kWh ESS consisting of 30 Corvus AT6500 lithium polymer battery modules. The fishing boat, designed to operate entirely on Corvus battery power over a planned 10-hour working day, will also have a small 50kW auxiliary generator and can be charged overnight by plugging into the electrical grid.
Norwegian fishing company Øra AS will operate the new vessel, Karoline. It will be commissioned in Trondheim Norway this month and then tested in the demanding conditions off the coast of Tjeldsundet in Northern Norway.
While fishing the vessel will operate emissions free, eliminating all greenhouse gasses including CO2. The boat will also generate less noise and vibration than a standard diesel engine powered fishing vessel.
Annually, Norway’s fishing fleet uses 400 million gallons of oil and diesel, which is five percent of consumption in Norway.
“We have been working on this electric boat design for some time, and Corvus batteries are part of the design solution. Their innovative battery technology enables the vessel to meet the needed performance specifications, that is, to operate electrically for a full fishing day,” said Erik Ianssen, Selfa Arctic AS President and CEO. “With successful sea trials completed we are planning serial production of the vessel.”
“Siemens is an industry leader in the development of environmentally friendly propulsion technologies. For smaller vessels such as the Selfa Elmax, we have developed BlueDrive PlusC, an extremely flexible, compact and high-capacity electric hybrid propulsion system which is designed to provide maximum efficiency. When integrated with a Corvus lithium ESS we can nearly eliminate all emissions making for one of the greenest fishing boats on the water today,” said Ole Johan Hungnes, Sales Manager, Siemens Marine.
Corvus Energy claims to make the only lithium ion ESS type approved by Lloyds, DNV and ABS.

source: Selfa Arctic AS

(week 38.)

Typ / Type: Fishing boat
Laenge / Length: 11 m
Antrieb / Drive: electric motor
Leistung/Drehzahl / Power/RPM: 195 kW battery pack
Reichweite / Range: 10 hrs fishing
Klassifikation / Classification: Lloyds, DNV GL, ABS
Kopie von Watercat M18_1

Neues Combat Support Service Vessel (CSSV) ist 50 kn schnell
Die finnische Marine vergab vor drei Jahren einen Auftrag an die finnische Werft Marine Alutech Oy in Teijo über zwölf schnelle „Watercat M18 AMC“ Landungsboote – auch genannt Boote der „Jehu-Klasse“. Seit Juni 2015 werden die Boote ausgeliefert. Die Boote sind für den schnellen Transport von Spezialkräften entwickelt worden. Die Abmessungen betragen: 19,90 m lang, 4,30 m breit, der Tiefgang der 32 to verdrängenden Boote wird mit 1,10 m, bei voller Beladung mit rund 25 Personen einschließlich Kampfausrüstung, angegeben. Das Kasko (Rumpf und Deck) besteht aus Aluminium, Aufbau in Komposit-Bauweise.
Eine Doppelmotorenanlage, bestehend aus zwei der neuen Hochleistungs-SCANIA-Motoren vom neuen Typ DI16 076M mit Common-Rail Einspritzsystem und einer Leistung von je 846 kW bei 2.300/min, beschleunigen das Boot über zwei weiterentwickelte Rolls Royce Waterjets, Typ 40A3, auf rund 50 kn! Der Aufstoppweg wird mit rund 50 m angegeben.

Autor: PPM News Service Pospiech Maritim
(week 37.)

Typ / Type: Watercat M18 AMC
Verdraengung / Displacement: 32 to
Laenge / Length: 19,90 m
Breite / Width: 4,30 m
Tiefgang / Draught: 1,10 m
Antrieb / Drive: 2 x Scania DI16 076M
Leistung/Drehzahl / Power/RPM: 2 x 846 kW (2.300 PS)
Propulsion / Propulsion: 2 x Waterjet Rolls Royce 40A3
Geschwindigkeit / Speed: bis zu 50 kn
Tankinhalt / Tank Capacity: 2.100 ltr
Passagiere / Passengers: 24
Höegh Target_10, 1.9.2015, C. Eckardt

„Höegh Target“ lädt Neuwagen für Australien an der Unterweser

Der derzeit weltweit größte Autotransporter, bezogen auf die Transportkapazität, die erst Anfang Juli von der chinesischen Werft Xiamen Shipbuilding Industries an die norwegische Reederei Höegh Autoliners abgelieferte „Höegh Target“, hat jetzt im Rahmen seiner Jungfernreise im Bremerhavener Nordhafen festgemacht. Bei der „Höegh Target“ handelt es sich dabei um das Typschiff einer Serie von insgesamt sechs Post-Panamax-Neubauten der so genannten „New-Horizon-Klasse“, die von der chinesischen Werft in den nächsten 18 Monaten noch geliefert werden. Der nächste Neubau soll Anfang 2016 folgen. Getauft wurde die „Höegh Target“ mit der Baunummer 462A bereits im Juni in einer feierlichen Zeremonie bei der Bauwerft von Mette Folden, Gattin von Ingar Skiaker, dem CEO Höegh Autoliners.
Nach der Ladungsübernahme von 934 Pkw der Hersteller Audi, BMW, Hyundai, KIA und VW für Südafrika und Australien sowie einige High & Heavy-Einheiten wie Baumaschinen, Lkw und Trailer am BLG Autoterminal wird die „Höegh Target“ zunächst noch Geschäftskunden im Bremerhavener Kaiserhafen präsentiert. Anschließend startet das Schiff am 3. September zur ersten südgehenden Reise nach Australien.

Der 199 Meter lange und 36 Meter breite und 9,35 Meter tiefgehende Autotransporter (Pure Car and Truck Carrier PCTC), mit einer Tragfähigkeit von 20.770 Tonnen und Decksfläche von 71.475 Quadratmetern kann bis zu 8.500 Standard-PKW (ceu) befördern. Die Beladung der insgesamt 14 Ladedecks, davon sind fünf höhenverstellbar, erfolgt über eine 12 Meter breite und bis zu 375 Tonnen tragende Heckrampe sowie über eine Steuerbord-Seitenrampe mit einer Kapazität von 22 Tonnen. Das Hauptdeck für die Aufnahme von Schwergutfahrzeugen und Projektladungen hat dabei eine lichte Höhe von 6,5 Meter. An Bord stehen Unterkünfte für bis zu 23 Crewmitglieder zur Verfügung. Die fünf weiteren Neubauten aus dieser Schiffsklasse werden von der chinesischen Werft bis 2016 ausgeliefert.
Das Typschiff dieser neuen Post Panamax-Klasse wurde in den vergangen Jahren in enger Zusammenarbeit mit Deltamarine OY entwickelt, wobei hier als das vorrangige Entwicklungsziel bei diesem Schiffstyp die Minimierung der Umwelteinflüsse galt. So ist das Thema Energieeffizienz, zusammen mit dem Einsatz der neuesten auf dem Markt verfügbaren Technologie einer der Grundsätze bei der Entwicklung des neuen Schiffes. Die Rumpfform wurde nach umfangreichen Modelltests noch weiter optimiert, um bei einer hohen Ladekapazität trotzdem einen sehr niedrigen Kraftstoffverbrauch zu erzielen. Neben einem optimalen Strömungsverhalten unter Wasser war ein besonderes Augenmerk die Reduzierung des Windwiderstands bei den Aufbauten. Wie Ingar Skiaker während der Taufe erklärte, geht das Unternehmen davon aus, dass die „Höegh Target“ nach ersten Schätzungen rund 50 Prozent weniger CO 2 erzeugt als heutige Standard-Autotransporter.
Der Schiffsrumpf der in Oslo beheimateten „Höegh Target“ besteht aus einer Doppelhülle, um bei einem Havariefall die Gefahr einer Ölverschmutzung zu reduzieren. Weiterhin verfügt der von DNV-GL klassifiziert Neubau über ein Ballast-Wasseraufbereitungssystem und ein Öl-Wasseraufbereitungs-anlage. Das bis zu 21 Knoten schnelle Schiff verfügt über spezielle von MAN gelieferte Propeller im Kappel-Design, dadurch kann der Treibstoffverbrauch um weitere 6 % im Vergleich zu herkömmlichen Antriebspropellern gesenkt werden. Der Hauptantrieb besteht aus einem MAN B&W Diesel vom Typ 6S50MC mit einer Leistung von 9.480 kW
Die norwegische Höegh Autoliners ist nach eigenen Angaben eines der führenden Unternehmen im weltweiten Ro/Ro-Verkehr und gehört auch zu den größten Kunden am BLG Autoterminal in Bremerhaven.
Das Unternehmen mit Sitz in Oslo mit weltweit über 400 Mitarbeitern und 900 Seeleuten an Bord gehört zum Konzern Leif Höegh & Co., eine im Jahr 1927 gegründete Schifffahrtsgesellschaft. Die Reederei betreibt über 50 spezialisierte Autoschiffe und u. a. drei Spezialschiffe für den Transport von Airbus-Flugzeugsegmenten. 2010 transportierte die Reederei weltweit insgesamt 1,75 Millionen Fahrzeuge.

Autor: Christian Eckardt (VEUS e.V.)

(week 36.)

Typ / Type: PCTC (Pure Car and Truck Carrier)
Verdraengung / Displacement: 20.770 to
Laenge / Length: 199 m
Breite / Width: 36 m
Tiefgang / Draught: 9,35 m
Antrieb / Drive: 1 x MAN Diesel & Turbo Typ 6S50MC
Leistung/Drehzahl / Power/RPM: 9.480 kW
Propulsion / Propulsion: MAN Kappel-Propeller
Geschwindigkeit / Speed: 21 kn
Klassifikation / Classification: DNV GL
Autos / Cars: 8.500 Standard PKW (ceu)
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Rhenus bringt erstes europäisches Binnenschiff mit innovativer Flex Tunnel Technik in Fahrt
Der, nach eigenen Angaben, Spezialist für Binnenschifffahrt, Rhenus PartnerShip, hat Mitte August im Duisburger Hafen ihren Neubau MS RHENUS DUISBURG, das mit einer neu entwickelten Flex-Tunnel-Technik sowie Vater-Sohn-Motorisierung ausgestattet ist, in Betrieb gesetzt.
Das in Rumänien neu erbaute und bei Damen Shipyards in den Niederlanden ausgestattete MS RHENUS DUISBURG verfügt über ein glattes Hinterschiff mit hydraulisch ausfahrbarem Flex-Tunnel. Diese Innovation vom Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme in Duisburg wurde erstmals in Europa in ein Binnenschiff eingebaut, um die Effizienz gerade in der Flachwasserfahrt deutlich zu steigern.
Hersteller des Flex-Tunnel Systems ist die niederländische Fa. Van der Velden. Flex-Tunnel wurde speziell für Schiffe in der Binnenschifffahrt entwickelt die in unterschiedlichen Wassertiefen fahren. Beladene Binnenschiffe mit konventionellen Tunneln fahren durchschnittlich etwa 80% ihrer Zeit in tiefem Wasser. Hierbei ist ein Tunnel nicht notwendig – er sorgt dabei für erhöhten Widerstand, mehr Antriebsleistung und somit auch erhöhtem Kraftstoffverbrauch mit zusätzlicher Umweltbelastung.
„Als wichtiger Partner der Industrie bieten wir unseren Kunden umweltfreundliche, sichere und wirtschaftliche Transportmittel. Dabei gilt unser besonderes Augenmerk der Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten“, so Dr. Wolfgang Hönemann, Geschäftsführer der Rhenus PartnerShip.
Das MS RHENUS DUISBURG wird künftig als Koppelverband in der Kohleversorgung für ein Kraftwerk zwischen den Seehäfen Rotterdam und Amsterdam sowie dem Löschhafen in Lünen eingesetzt. Das 110 Meter lange, 11,45 Meter breite Schiff hat einen Tiefgang von 3,20 Meter sowie eine Ladefähigkeit von 2.900 Tonnen.
Angetrieben wird das Motorschiff mit einer modernen Vater-Sohn-Motorisierung. In der beladenen Bergfahrt auf dem Rhein mit drei Schubleichtern werden die leistungsstarken Caterpillar Väter-Motoren, vom Typ 3512HD, mit je 1.118 kW verwendet, in der Kanal- und leeren Talfahrt laufen die beiden Caterpillar Sohn-Motoren, vom Typ C18, mit je 367 kW. „Der Vorteil besteht darin, dass wir mit dem Vater-Sohn-Antrieb und dem Flex Tunnel System stets verbrauchs- und emissionsoptimiert fahren können“, sagte Dr. Wolfgang Hönemann. „Messfahrtergebnisse belegen dass wir mit diesem System rund 10% Kraftsoff einsparen können“.
Einen neuen Namen erhielten in der Taufzeremonie außerdem zwei weitere Koppelverbände, die seit Juli 2015 zur Rhenus-Flotte gehören. Die Schiffsverbände MS RHENUS DILLINGEN und MS RHENUS THIONVILLE sind beide 172 Meter lang, 11,45 Meter breit und verfügen über einen Tiefgang von 3,60 Meter. Die Tragfähigkeit jedes Verbandes beträgt rund 5.000 Tonnen. Dies entspricht der Kapazität von 200 Lkw-Ladungen. Zum Einsatz kommen die Koppelverbände für den Kohletransport auf dem Rhein, der Mosel und der Saar.
Insgesamt verfügt Rhenus PartnerShip über 70 eigene Binnenschiffe und setzt zudem eine Vielzahl gecharterter Koppelverbände ein. Die Rhenus-Tochter transportiert rund 25 Millionen Tonnen Güter pro Jahr, darunter Massengut, Projektladung und Container.

          FLEX Tunnel 3 smaller

Die Bilder zeigen die verschiedenen Möglichkeiten des Flex-Tunnel Systems


Quelle: Rhenus PartnerShip; Damen Shipyard Group; PPM News Service Pospiech Maritim

(week 35.)

Typ / Type: Massengutschiff / Koppelverband
Verdraengung / Displacement: Beladung: 2.900 to
Laenge / Length: 110 m
Breite / Width: 11,45 m
Tiefgang / Draught: 3,20 m
Antrieb / Drive: 2 x Cat 3512 plus 2 x Cat C18
Leistung/Drehzahl / Power/RPM: 2 x 1.118 kW plus 2 x 367 kW
Propulsion / Propulsion: 2 x High Efficiency Dolphin Propeller
Geschwindigkeit / Speed: 21 km/h
Klassifikation / Classification: SUK (R.o.s.R. Rhine)
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Photo: Samsö-Rederi

Im Hafen von Sælvig auf der dänischen Ostsee-Insel Samsø wurde kürzlich von der erst achtjährigen dänischen Kronprinzessin Isabella, Tochter von Kronpinzessin Mary, Dänemarks erste LNG-Kurzstreckenfähre auf ihren Namen „Prinsesse Isabella“ getauft. Eingesetzt wird das im Februar diesen Jahres abgelieferte Fährschiff auf der rund 12 Seemeilen langen und rund einstündigen Fährstrecke zwischen Hou, rund 40 Kilometer südlich der dänischen Großstadt Aarhus, und Sælvig Harbour auf der Insel Samsö. Betreiber ist die neu gegründete Samsø Rederi, die sich im Besitz der Inselgemeinde Samsø befindet. Bis zur Inbetriebnahme des neuen Fährschiffes wurde der Fährbetrieb zwischen Hou und Sælvig von der dänischen SamsøFærgen bedient, die nun nur noch von Kalundborg nach Ballen auf Samso mit dem Fährschiff „Kanhave“ verkehrt..

Erbaut wurde das 99,91 Meter lange, 18,50 Meter breite und 3 Meter tiefgehende Doppelend-Fährschiff „Prinsesse Isabella“ nach den Plänen von OSK-ShipTechA/S auf der Remontowa-Werft in Polen unter der Baunummer B-614 und kam zunächst als „Samsö“ in Fahrt. Der von DNV klassifizierte Neubau verfügt über zwei Transportdecks, darunter ein höhenverstellbares für den Fahrzeug-Transport. Die Transportkapazität beträgt dabei 160 PKW bzw. alternativ 16 LKW-Züge. Dabei beträgt die Ent- bzw. Beladungszeit in beiden Häfen jeweils nur 15 Minuten. Für die bis zu 600 Passagiere stehen zwei Aufenthaltsräume mit fest eingebauten Sitzgruppen aber auch Einzelstühlen auf dem Deck 4 zur Verfügung, ausgerüstet mit einer Cafeteria und einem Kiosk. Im Außenbereich stehen weitere 150 Sitzplätze auf fest installierten Bänken zur Verfügung.

Der dieselelektrische Antrieb der Doppelendfähre mit einer Vermessung von 5478 BRZ und einer Tragfähigkeit von 650 Tonnen erfolgt über vier Schottel-Twin Propeller vom Typ STP550 mit einer Leistung von jeweils 850 kW, die notwendige Energie wird dafür über vier Wärtsilä Dual-Fuel-Motoren vom Typ 6L20 DF mit einer Leistung von jeweils 1.065 kW erzeugt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 15,5 Knoten, die Dienstgeschwindigkeit 14 Knoten. Der von Remontowa LNG-Systems erstellte LNG-Tank hat einen Inhalt von 40 Kubikmeter und befindet sich zwischen den beiden Maschinenräumen.

Die LNG-Betankung erfolgt derzeit noch über ein mobiles Sattelzug-Tanksystem von dem Petrounternehmen Q8 mit einem Fassungsvermögen von 40 Kubikmeter im Hafen von Hou, wobei das Gas derzeit noch dreimal wöchentlich aus Rotterdam angeliefert wird. Langfristig ist seitens der Samsö-Kommune die tägliche Betankung von eigenem Gas geplant, das über eine Biogasanlage auf der Inselgemeinde erzeugt werden soll.

Die dänische Insel Samsø im Kattegat mit einer Fläche von 112 Quadratkilometern hat rund 3.700 Einwohner und gilt inzwischen auch als die „Öko-Insel“ Dänemarks, da ein Großteil des eigenen Stroms durch mehrere Windkraftanlagen, darunter auch einem Offshore-Windpark mit zehn Siemens 2,3 MW-Anlagen, einem Sonnenkraftwerk und Biogasanlagen erzeugt wird und über 40 Prozent der Energie bereits auf das dänische Festland exportiert wird.

Autor: Christian Eckardt

(week 34.)

Typ / Type: Doppelend-RoPax-Fähre
Verdraengung / Displacement: 650 to
Laenge / Length: 99,96m
Breite / Width: 18,50m
Tiefgang / Draught: 3,0m
Antrieb / Drive: 4 x Wärtsilä 6L20DF
Leistung/Drehzahl / Power/RPM: 4 x 1065 kW
Propulsion / Propulsion: 4 x Schottel Twin Propeller STP 550, each 850kW
Geschwindigkeit / Speed: 14kn
Tankinhalt / Tank Capacity: LNG: 40m3
Klassifikation / Classification: DNV GL, + 1A1 Car Ferry B BIS E0 Gas Fuelled Ice (C) R
Passagiere / Passengers: 600
Autos / Cars: 160 oder 16 trucks
FRISIA_III

Mit „Blauem Engel“ zu den Inseln am Horizont

Neues Flaggschiff der Reederei heißt FRISIA III

AG Reederei Norden-Frisia taufte ihre neue Inselfähre auf den Namen MS FRISIA III.
Das aufgrund des wachsenden Bedarfs an Transportkapazität im Norddeich-Norderney-Verkehr in Auftrag gegebene Fährschiff wurde in Anlehnung an die ebenfalls von der Cassens-Werft vor 13 Jahren abgelieferte "Frisia IV" gebaut - die Konstruktion weicht aufgrund der aktuellen Vorschriften zum Teil erheblich von der des Schwesterschiffes ab. Rein äußerlich fallen zum Beispiel der um etwa 3,5 m längere Rumpf, ein rundes Unterwasserschiff, die um ein Zwischendeck erhöhte Brücke oder auch die neuartigen Rettungsmittel auf.
Wie auch die anderen Schiffe wurde die FRISIA III als Doppelendfähre konzipiert und gebaut, welches in beide Richtungen fahren kann und somit vor den Anlegern nicht mehr wenden muss. Nach einer Bauzeit von nur 11 Monaten wurde die FRISIA III am 28. Juli auf Norderney getauft.
Auf nahezu 75 Metern Gesamtlänge und 13,40 Metern Breite kann die FRISIA III 60 PKW und bis 1.340 Personen befördern.
Das Schiff wurde mit einem diesel-elektrischen Antrieb ausgerüstet. Zum Einsatz kamen vier Gensets mit jeweils vier Mitsubishi-Dieselmotoren vom Typ S6R2-T2-MPTK. Die zur Verfügung stehende Antriebsleistung beträgt pro Elektroaggregat 700 kVA (560 kWel) und wird auf vier Vo-ith Schneider Propeller, Typ 16KG/100, übertragen.
Mit dem VSP-Antrieb können Fahrtschub und Steuerkräfte in jeder Richtung stufenlos von Null bis zum Maximalwert ohne Wirkungsgradeinbußen erzeugt werden. Das Schiff kann also „auf dem Teller“ drehen und hat zudem keine bevorzugte Fahrtrichtung. Die schräg angeordneten Propeller der VSP auf dem Neubau haben fünf Flügel mit einem Kreisdurchmesser von 1.60 Metern. Mit dieser VSP-Anordnung ragen die Flügelspitzen nicht unter den Kiel hinaus und ein mögliches Trockenfallen der Fähre führt zu keinen Schäden an den Propellern.
Um dem eigenen Anspruch eines nachhaltigen Umwelt-schutzes und dem Einsatz im Weltnaturerbe Wattenmeer Rechnung zu tragen, wurde das Fahrgastschiff mit mo-dernster Technik zur Emissionsminderung ausgestattet.
Durch eine Abgasnachbehandlungsanlage und Rußparti-kelfilter gelingt es, die Emissionen von Abgasen um bis zu 90% und vom Feinstaub um bis zu 99% zu reduzieren. In Kombination mit dem verwendeten quasi schwefelfreien Schiffsdiesel werden nahezu gleiche Emissionswerte wie bei einem gasbetriebenen Schiff erreicht.
Das Thema Energieeffizienz und Ressourcenschonung im Schiffsbetrieb wurde größter Stellenwert eingeräumt: unter anderem durch den Einsatz eines Kombinatorbetriebes bei den Antriebseinheiten zur Brennstoffreduzierung, Restwärmenutzung bei den Antriebsanlagen oder dem konsequenten Einsatz von LED-Beleuchtung. Schließlich erfüllt der Neubau, vergleichbar der "Frisia VIII", die als erstes deutsches Seeschiff den "Blauen Engel für umweltfreundliches Schiffsdesign" erhielt, ebenfalls die für den Erhalt des Umweltzeichens geltenden Kriterien.

Autor: PPM News Service

(Week 33.)

Typ / Type: Doppelend-Fähre
Verdraengung / Displacement: 590 NRZ
Laenge / Length: 74,30 m
Breite / Width: 13,40 m
Tiefgang / Draught: 1,80 m
Antrieb / Drive: 4 x Mitsubishi Gensets S6R2-T2-MPTK
Leistung/Drehzahl / Power/RPM: 4 x 700 kVA
Propulsion / Propulsion: 4 x Voith Schneider Propeller 16KG/100
Geschwindigkeit / Speed: 12 kn
Klassifikation / Classification: DNV GL
Passagiere / Passengers: 1.340
Autos / Cars: 60
MS Moby Drea

Das Foto zeigt die italienische Autofähre MOBY DREA beim Verlassen des Hafens von Genua für eine Tagesfahrt nach Olbia auf Sardinien im Juli 2015. Gebaut 1975 bei den Lübecker Flender-Werken, feierte das Schiff im Mai dieses Jahr seinen 40. Geburtstag und zeigt dabei noch immer keinerlei Alterserscheinungen. In Dienst gestellt als TOR BRITANNIA für die schwedische Tor Line, versah die Nachtfähre zunächst Dienste zwischen Göteborg und England bzw. Amsterdam. 1982 übernahm die dänische Reederei DFDS das Schiff mitsamt der Tor Line, doch am Namen und Einsatzgebiet der Nordsee-Fähre änderte sich nichts. Erst im Rahmen eines größeren Umbaus bei Blohm & Voss im Jahr 1990 wurde aus der TOR BRITANNIA die PRINCE OF SCANDINAVIA, die in der Folge auch zwischen Göteborg und Kopenhagen (ab 1992), Hamburg und Harwich (ab 1997) und auf der Linie IJmuiden - Newcastle (ab 2001) eingesetzt wurde, ehe ihre Zeit auf der Nordsee zwei Jahre später abgelaufen war. 2003 wechselte die ehemalige TOR BRITANNIA als MOBY DREA an die italienische Moby Lines, die das Schiff seit einem Umbau in Genua Ende 2003 auf Linien zwischen dem italienischen Festland (Genua bzw. Livorno) und Korsika bzw. Sardinien einsetzt. Zur Flotte derselben Reederei gehört auch das 1976 ebenfalls bei Flender gebaute Schwesterschiff MOBY OTTA (ex TOR SCANDINAVIA) und die MOBY CORSE, die ehemalige Esbjerg - Harwich-Fähre DANA ANGLIA.

Autor: Kai Ortel

(Week 32.)

Typ / Type: Car Ferry
Verdraengung / Displacement: 3.335 tdw
Laenge / Length: 184,55 m
Breite / Width: 26,40 m
Tiefgang / Draught: 6,25 m
Antrieb / Drive: 4 x Pielstick Lindholmen 12PC3V Diesel
Leistung/Drehzahl / Power/RPM: 33,450 kW
Geschwindigkeit / Speed: 27,2 kn
Passagiere / Passengers: 1.920
Kabinen / Cabins: 400
Betten / Beds: 1.262
Autos / Cars: 505
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